Ein Januar im Lockdown

Jetzt ist das neue Jahr schon 2 ganze Wochen alt.
Und wir sind im Lockdown. Mal wieder oder immer nocht. Ist es der 3. oder 4.? Ich habe aufgehört zu Zählen.
Lockdown kennen wir ja schon lange. Hier hab‘ ich mit damals das erste Mal darüber berichtet.
Müssen wir durch – hilft ja nix. Irgendwann geht’s auch wieder besser weiter.
Ohne Lockdown. In einem wieder fast „normalen“ Leben.

In den letzten Wochen war es ruhig hier.
Wir haben Weihnachten, die Zeit zwischen den Jahren und den Jahreswechsel sehr anders als sonst verbracht.
Auch sehr entspannt. Inzwischen sind wir quasi Profis im „niksen“!
Man könnte meinen, dass diese wunderbare Eigenschaft wieder auf die Dänen zurückzuführen ist. Von denen kennen wir schliesslich auch HYGGE. Aber nein – NIKSEN stammt von unseren westlichen Nachbarn, den Holländern. Hierbei handelt es sich um das bewusste Nichtstun. Und das meint wirkliches NICHTS, denn hier steht das physische Nichtstun im Vordergrund. Selbst Meditation zählt nicht dazu. Eigentlich „hängt man ab“ würde man es neudeutsch bezeichnen. Und das haben wir getan.
Herrlich! Was wir sonst nie machen: Nachmittags schon auf dem Sofa rumlümmeln und Filme oder Serien gucken. Wer sich zuerst bewegt verliert und muss neue Getränke oder Snacks holen. Toll war’s!

Allerdings mussten wir dann auch spätestens letzte Woche wieder zusehen, dass wir aus diesem NIKSEN-Zustand ‚rauskommen. Denn schliesslich starteten homeschooling und homeoffice.
Wir hatten uns aber offensichtlich bereits vorab seelisch-moralisch gut darauf vorbereitet. Und so läuft’s auch in diesem nächsten Lockdown irgendwie ganz gut mit und bei uns.

Und so werden wir auch diesen verrückten Lockdown-Januar überstehen. Böse Stimmen munkeln ja schon, dass dieser Zustand bis Ostern anhalten wird. Lassen wir uns überraschen, trinken Tee und warten ab.
Ändern können wir eh‘ nix.

Worauf ich mich aber jetzt schon in der Zeit nach Lockdown Nr.4,5,6 – wie lange auch immer – freue:

  • Familie zu besuchen. Wir versuchen die Zeit mit Facetime & Co bestmöglich zu überbrücken. Aber ein REALES Treffen ist eben doch durch nix zu ersetzen
  • Freunde wieder umarmen zu können. Diese Pandemie zeigt uns eindrücklich, dass wir Menschen doch „soziale Wesen“ sind. Auch hier zählt das persönliche Treffen, nicht das digitale…
  • liebe Menschen wieder umarmen und drücken zu können. Sei es Familie und/ oder Freunde. Hier halte ich es wie die Franzosen: ein bißchen Körpernähe muss sein. Eine kurze Umarmung zu Begrüssung und Abschied gehört irgendwie dazu. Es muss ja nicht dieses französische Geküsse sein. Aber selbst eine Umarmung lässt man ja – aus Abstands- und Hygienegründen – sein. Ich hoffe nicht, dass der Spruch des Bundesministeriums für Gesundheit „Mit AHA durchs Jahr“ auch in 2021 bis Dezember durchgezogen werden muss…
  • Essen gehen. Draussen, im Café, Restaurant, Bistro. IM Restaurant, nicht „take away“ zum #supportyourlocals und dann zu Hause am Esstisch speisen. Auch vor Corona sind wir nicht oft und regelmässig essen gegangen. Aber es ist doch irgendwie ein Teil des „normalen“ gesellschaftlichen Lebens. Und der fehlt.
  • Reisen. Irgendwann mal wieder. 2020 waren wir zu Hause. Komplett. Urlaub in der Heimat war auch klasse und wir haben wunderbare Touren gemacht, Erlebnisse kreiert und die Zeit sehr genossen. Ist gar nichts gegen einzuwenden. Doch irgendwann – irgendwann würde ich schon gerne mal wieder verreisen. Tapetenwechsel. Irgendwo anders hin. Anderes Leben, andere Menschen, anderes Essen, andere Unternehmrungen. Es muss gar keine Flugreise sein. Aber gut – das braucht noch. Warten wir erstmal ab und trotzen dem Virus. Wenn wir uns alle zusammenreissen wird’s irgendwann an Stärke verlieren. Hoffentlich…

Und bis dahin: Ohren steif halten, Augen zu und durch. Durch diesen Januar im Lockdown.
Eins ist jedoch sicher (auch im Lockdown):

Wir lesen uns

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