Das war’s 2019!

So 2019 – jetzt müssen wir mal Klartext reden!
Du hast es mir nicht leicht gemacht.
Schön warst Du – bei Zeiten.
Aber auch anstrengend, brutal, Kräfte zehrend, ermüdend.
Und hast uns immer wieder aufgerüttelt und die Prioritäten im Leben zurechtgeruckelt.
Das war’s 2019!

Durchweg schlecht warst Du nicht.
Wie gesagt – wir haben viele schöne Dinge unternommen.
Gemeinsame Erlebnisse für die Erinnerung festgehalten.
Neues gewagt. Abenteuer gemeistert.
Schöne Reisen, Kurzreisen und Microabenteuer erlebt.
Freude wiedergesehen, Erfahrungen gemacht.
Und jetzt – das war’s 2019!

Letztes Jahr im Januar habe ich hier von einem – hoffentlich – KNALLER-Jahr geschrieben.
Ein KNALLER warst Du definitiv 2019!
In jeglicher Hinsicht.
Der erste grosse Knall kam bei meinem Skisturz direkt am 4. Januar.
Zack – Teilabriss der Innenbänder im rechten Knie. Humpeln, Schmerzen.
Super.
Das „voll Durchstarten“ wurde erstmal verschoben. Und statt „mit voller Kraft voraus“ verbrachte ich zunächst einmal diverse Stunden in Krankenhäusern und Arztpraxen.

Der Start war schon anders als geplant…

Dann ging’s erstmal – gezwungenermassen – ruhig weiter.

Mitte des Jahres nahmst Du dann wieder an Fahrt auf.
Jedoch in anderer Hinsicht als gedacht, gewünscht und erhofft.
Zu viele Todesfälle im näheren und weiteren Bekannten- und Freundeskreis innerhalb von 7 Wochen. Man kam kaum mehr zum Atmen, schon erreichte einen die nächste Hiobs-Botschaft.
Viele Gedanken, schlafarme Nächte.
Wenn auch nicht immer unmittelbar betroffen – die Nachrichten wirkten lange nach. Tags und nachts.

Was wolltest Du uns damit klar machen 2019?
Ich denke, wir haben letztendlich den Wink verstanden:
Das Leben ist zerbrechlich.
Und man weiß nicht, wann es vorbei ist.

Deine Botschaft ist angekommen!

Krankheitsfälle im Familienkreis kamen im letzten Drittel des Jahres hinzu. Die Zahl der unschönen Nachrichten riss einfach nicht ab. Ich konnte sie alle gar nicht mehr „fassen“ und habe sie einfach nur noch zur Kenntnis genommen. Zu viel, zu schnell, zu bedrückend.
Ein einziges emotionales Auf- und Ab.
Das ganze Jahr lang.
Das war’s 2019!
Anstrengend, lähmend, Kraft raubend.
Ein Gefühl von Ohnmacht und Melancholie. Und anhaltender Traurigkeit. Das Lachen fiel zeitweise schwer. Und doch musste es weitergehen.
„Show must go on“ – das ist das Leben. In seiner ganzen Schönheit und Brutalität. Wir wissen es. Aber wenn es dann so gebündelt kommt wie in diesem Jahr – Wahnsinn!

Was lernen wir daraus?

Was nehme ich also aus diesem bewegt/ bewegenden Jahr 2019 für mich – nehmen wir für uns – mit?
Dankbarkeit.
Und Demut.
Für das, was wir haben und das, was hoffentlich noch kommen mag.
Dass man das Leben jeden Tag bewusst geniessen und immer wieder gebührend feiern soll.
Pläne nicht immer auf die lange Bank schiebt. Wenn realisierbar – dann JETZT!
Nicht später, nicht in ein paar Jahren.
#einfachmalmachen lautet auch eins meiner Motti für 2020.

… bringt es auf den Punkt.

Doch Du warst – wie gesagt – nicht durchweg schlecht.
Klar – weitere Abschiede kamen.
Eine Freundin ist mit ihrer Familie zurück nach Frankreich gezogen.
Aber Frankreich ist nicht der Mond.
Andererseits erweiterte sich der Freundes-/ Bekanntenkreis.
Ich wurde mit meinem „französischen Herz“ (wie eine Bekannte es einmal so schön auf den Punkt brachte) in eine herrliche, wöchentliche, französische Café-Gruppe aufgenommen. Die kurzen Treffen am Morgen bevor der normale Alltag weitergeht, bereichern uns alle. Der Austausch tut gut.
Ich frische mein Spanisch wieder auf uns lerne plötzlich nette Menschen aus Südamerika kennen.
„Die Welt ist ein Dorf“ und rückt zusammen.
Herrlich!

Carpe Diem

Nach den Lektionen in diesem Jahr habe ich bereits ein paar Ideen und Pläne angestossen. Manche davon habe ich längere Zeit im Hinterkopf.
2020 werde ich sie umsetzten. Nichts mehr zu lange herausschieben.
Was draus wird – das wird man sehen.
#einfachmalmachen!

Und so versuche ich mich zum Ende des Jahres mit Dir zu versöhnen 2019.
Deine Denkzettel waren nicht schmerzfrei.
Aber lehrreich. Aufrüttelnd, bewusst machend, die Prios einmal wieder zu überprüfen und zurechtzurücken. Nicht alles als „gegeben“ hinzunehmen.
Vielleicht sollte es so sein.
Wir leben alle in unserer Blase und unbekümmert vor uns hin. Bis jemand oder irgendetwas an diese Blase klopft und sie für eine gewisse Zeit platzt.
Wenn das Leben einen mitreisst.
Und so versuche ich das Beste aus deinen Lektionen für 2020 mitzunehmen.

Tschüss 2019!

Aber – ich gebe zu: ich bin froh, wenn Du jetzt vorbei bist.
Das war’s 2019!
Ich freue mich auf 2020. Und hoffe, es wird weniger anstrengend, Kraft raubend und lähmend. Nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch. Heißt es nicht so?

Ich wünsche euch einen guten Rutsch und für das neue Jahr nur das Beste.
Und so verabschiede ich mich mit diesem Song von Maroon5 bis ins nächste Jahr.
Macht’s gut und passt auf euch auf!

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